Browse by year:


Internal Market

Wie entwickeln sich Norwegen, Island und Liechtenstein im Binnenmarkt?

6.3.2020

PR(20)02 - German version

EN | NO | IS | DE

Island, Liechtenstein und Norwegen weisen bei der Umsetzung der EWR-Richtlinien weiterhin gute Ergebnisse auf. Ziel ist es, einen gut funktionierenden homogenen Binnenmarkt zu unterstützen.

Die ESA hat heute den 45. Binnenmarktanzeiger veröffentlicht. Dieser Anzeiger wird zweimal jährlich veröffentlicht, um einen Überblick darüber zu geben, wie viele Richtlinien und Verordnungen in den EWR-EFTA-Staaten noch umgesetzt werden müssen.

Bürgerrechte

Eine verspätete oder fehlerhafte Umsetzung kann Unternehmen und Bürgern im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) ihre Rechte entziehen. Das Umsetzungsdefizit gibt an, wie viele Richtlinien und Verordnungen Island, Liechtenstein und Norwegen nicht rechtzeitig als umgesetzt mitgeteilt haben. Die ESA strebt einen Richtwert von 0,5 Prozent an, dieser entspricht dem vorgeschlagenen Ziel der Kommission.

Island und Norwegen haben ihre Ergebnisse bei der Umsetzung von Richtlinien in nationales Recht verbessert, während das Umsetzungsdefizit Liechtensteins gleichbleibt, was insgesamt zu einer Verringerung des durchschnittlichen Prozentsatzes ausstehender Richtlinien für die EWR-EFTA-Staaten führt.

Ergebnisse der EWR-EFTA-Staaten

Liechtensteins Umsetzungsdefizit für Richtlinien ist seit dem letzten Anzeiger mit 0,9 Prozent gleichgeblieben. In Liechtenstein waren sieben Richtlinien ausstehend, von denen fünf sich auf Führerscheine beziehen.

Island hat sein Umsetzungsdefizit für Richtlinien seit dem letzten Anzeiger von 0,7 auf 0,6 Prozent gesenkt. Insgesamt waren fünf Richtlinien überfällig, von denen zwei seit mehr als zwei Jahren ausstehend sind. Die Zahl der Verordnungen, die nicht rechtzeitig vollständig in nationales Recht umgesetzt wurden, stieg von 38 auf 47. Dies führt zu einem Umsetzungsdefizit von 1,5 Prozent für Verordnungen.

Norwegen behält sein gutes Ergebnis gegenüber dem vorherigen Anzeiger bei, mit einem Umsetzungsdefizit an Richtlinien von 0,3 Prozent, das von 0,4 Prozent seit dem letzten Anzeiger gesunken ist. Zwei Richtlinien wurden nicht rechtzeitig vollständig umgesetzt. Eine dieser Richtlinien, im Bereich der sozialen Sicherheit, steht seit über 18 Monaten aus. Die Zahl der Verordnungen, die nicht rechtzeitig vollständig in nationales Recht umgesetzt wurden, ging ebenfalls von 17 auf 15 zurück. Über die Hälfte davon sind im Güterbereich. Dies führt zu einem Umsetzungsdefizit von 0,5 Prozent für Verordnungen.

Aktualisierte Fassung

Im Verlaufe des Jahres wird die ESA eine aktualisierte Fassung dieses Anzeigers veröffentlichen, parallel zur EU, die vergleicht die Ergebnisse der EWR-EFTA-Staaten mit denjenigen anderen EWR-Staaten.

Hier finden Sie den 45. Binnenmarktanzeiger der EWR-EFTA-Staaten.

Rolle der ESA

Die ESA überwacht die Einhaltung des EWR-Rechts, um sicherzustellen, dass alle Beteiligten den vollen Nutzen aus dem EWR-Abkommen ziehen. Ein funktionierender Binnenmarkt stimuliert den Wettbewerb und den Handel für Unternehmen. Dies trägt zu einer Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen aller Bürger bei.

Für weitere Auskünfte:

Øystein Solvang
Abteilungsleiter Kommunikation
Mob. +32 490 57 63 53




Other EEA Institutions


imgbanner2
This website is built with Eplica CMS